Keimlegung

Dies ist die Hand, die den Samen über das Feld verteilt.

Mit weniger Pathos, aber nicht ohne Sendungsbewusstsein möchten wir diesen Blog schreiben. Vielleicht wird ihn nie jemand anderer lesen. Macht auch nichts. Wir schreiben hier einfach eine Onlineversion eines Notizbuches, und es ist keine neue Erkenntnis, wie sehr das Formulieren beim Denken hilft. Damit hilft es zumindest uns. Natürlich, wir sind Dilettanten, aber manches Mal fühlen wir uns als Blinde unter den Taubstummen. Darum möchten wir hier unsere Gedanken in den flüchtigen Sand des Onlinemeeres schreiben.
Marcel Proust hat einmal, sinngemäß wiedergegeben, festgestellt, unsere endgültigen Gedanken seien Resultat unseres unsteten Geistes. Nach dieser, wie wir meinen, weisen Erkenntnis bitte wir eventuell auftretende Meinungsänderungen zur Kenntnis zu nehmen.
Weiter oben war vom Sendungsbewusstsein die Rede. Auf dieses ist natürlich auch der Name dieses Blogs bezogen. Nichts würde uns mit mehr Freude erfüllen, als das Wissen um andere Individuen, deren Gedankengänge von den unseren beeinflusst, ja vielleicht sogar bereichert werden. Da wir aber aus ebenfalls schon oben genannten Gründen absolut kein oberlehrerhaftes Dozieren vorhabe, ja, uns dazu nicht im Stande fühlen, können manche zukunftsschwangere Gedanken, die wir mehr oder weniger bewusst vielleicht einmal in jemandem fördern, als unsere weiteren Guerilleros angesehen werden. Dies ist natürlich ein Stück egozentrisch, wobei das Ego unsere gemeinsame Meinung ist.
Doch ein Guerillero braucht eine Gesinnung. Diese hier in wenigen Worten ist aus vielen Gründen nicht möglich. Die zwei wichtigsten sollen nicht unerwähnt bleiben, auch weil sie gewissermaßen einen roten Faden durch diesen Blog bieten sollen:
Erstens können es nicht, weil wir uns teilweise nicht ganz im klaren sind, wie unsere Haltung formuliert werden soll, und zweitens wäre damit der Blog am Ende. Er soll nämlich nichts anderes als ausgehend von unseren Durchschnittsleben einer neuen, erfrischenden Haltung zu den Fragen dieses Lebens als Hebamme dienen.
Zum Abschluss dieses ersten Eintrags sei noch unsere Freude an Formulierungen und Metaphern erwähnt, die dem findigen Leser bestimmt schon aufgefallen ist und die man uns, sofern sie als unangenehm empfunden werden, verzeihen möge.

9.1.07 16:56

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